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Mittwoch 10. 11. 2010
Kultur


Politische Ideale und zivilgesellschaftliches Engagement waren und sind es weiterhin, die uns zu unserer Arbeit motiviert und regelrecht getreiben haben und es weiterhin tun!
Um diese Arbeit jedoch durchführen zu können bedarf es immer der Unterstützung und vor allem Geldquellen, wenn mensch nicht gerade über ein unglaubliches dickes Vereinsvermögen verfügt oder private Millionärsmitglier_Innen inne hat.
Dennoch sollten die politischen Ideale und emanzipatorischen Prinzipien über jede Form unötiger Kompromisse und Abhängikeiten stehen!
Vo solch einem Problem stand jetzt der Verein AKuBiz aus Pirna, der seit vielen Jahren antifaschistische und antirassistische Arbeit in ihrer Region und auch darüber hinaus, leisten.
Der Verein sollte am 09. November, genau wie wir vor drei Jahren, einen der begehrten sächsischen Demokratiepreise gewinnen, mit dessen Geld der Arbeit des Vereins wesentlich weiter geholfen hätte.
Aber was der Verein dafür hätte tun müssen, ist mehr als nur ein Kompromiss, als vielmehr eine Aufforderung, die eigenen Ideale und Prinzipien zu verwerfen! Trotz übereiferter Unterzeichnung einer sogenannten "Extremismusklausel" traten die Akteur_Innen und Unterstützer_Innen des Vereins zurück und lehnten jeden Preis ab!

Wir als Bunte Platte e.V. arbeiten nach ähnlichen und im Grundsatz gleichen Idealen und Prinzipien, sodass wir die Entscheidung des AKuBiz e.V. vollkommen nachvollziehen können und uns hiermit mit dessen Akteur_Innen und Unterstützer_Innen solidarisieren!

Als wir im Jahre 2007 diesen Preis verliehen bekommen hatten gab es solch eine "Extremismusklusel" noch nicht, auch wenn schon damals vom sogenannten Extremismusbegriff die Rede war und die vielen Rednder_Innen in der Dresdner Frauenkirche immer wieder radikales und somit, nach unserer Auffassung, vollkommen notwendiges, antifaschistisches Engagement mit Rechtsradikalismus und Nazismus gleichsetzten. Es war immer zu hören, dass es an der Zeit ist, sich gegen jede Form von Extremismus und Gewalt zu stellen!
Doch ausschließlich friedlicher Protest gegen Nazidemonstrationen hat noch nie viel genützt!!!

Wir wissen nicht, wie wir damals reagiert hätten, hätten wir solch ein Dokument unterzeichnen müssen. Es ist jetzt leicht gesagt, "wir hätten damals genau so reagiert", aber wissen tun wir es eben nicht!

Aber eben unabhängig von unserer evtl. Entscheidung damals, finden wir die Entscheidung des AKuBiz e.V. vollkommen richtig und rufen gemeinsam mit anderen Projekten und Vereinen auf, dieses Verhalten öffentlich zu unterstützen! Nur eine Spende, egal wie klein oder groß sie ist, kann dem Verein helfen, wozu wir ebenfalls aufrufen!
Solch ein Engagement verdient unsere Solidarität!

Hier die Kontodaten für eure Spenden:

AKuBiz e.V.
Volksbank Pirna e.G.
Konto: 1000 933 180
BLZ: 850 600 00

Hier findet ihr noch die Erklörung des AKuBiz e.V. zu seiner Entscheidung in Dresden:

Liebe Nominierte, werte Gäste, sehr geehrte Jury-Mitglieder, heute wird hier der Sächsische Demokratiepreis 2010 verliehen. Wir sind Mitglieder und Unterstützer_innen des AKuBiZ e.V., eines Pirnaer Vereins, der für den Preis nominiert ist. Wir werden heute keinen der Preise annehmen und möchten erklären, warum wir uns dafür entschieden haben. Vor wenigen Tagen forderten die Initiator_innen alle Nominierten auf, eine „antiextremistische“ Grundsatzerklärung(1) zu unterschreiben, deren Inhalt zweifelhaft und kritikwürdig ist. Wir haben dies, wie alle Anderen getan, sehen uns nun aber in der Verantwortung davon zurück zu treten und Stellung zu beziehen. Im Schreiben heißt es, dass wir als Nominierte nicht den Anschein erwecken dürfen „extremistische Strukturen“ zu unterstützen. Aber ab wann erwecken wir den Anschein? Die jahrelange Unterstützung der Gegenaktivitäten zu Europas größtem Naziaufmarsch in Dresden erfüllt nach Ansicht der Behörden mit hoher Wahrscheinlichkeit diesen Punkt. Uns aber ist es ein Anliegen, dass Nazis nicht ungestört durch die Straßen laufen können, um ihre menschenverachtenden, mörderischen Ideologien zu verbreiten. Weiterhin fordert die Grundsatzerklärung die Pflicht ein, dass wir als Nominierte alle unsere Partner_innen auf „Extremismus“ prüfen. Dafür schlagen die Verfasser_innen u.a. Nachfragen bei den Verfassungsschutzämtern vor. Wir aber wählen seit Jahren unsere Partner_innen danach aus, ob sie humanistische Grundsätze teilen, sich gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Teilhabe einsetzen. Wir glauben dies auch besser einschätzen zu können, als der Verfassungsschutz, dem Gerichte wiederholt attestierten, fehleinzuschätzen. Nach der Definition von Bundesregierung und den Verfassungsschutzbehörden sind beispielsweise Organisationen, die eine sozialistische Gesellschaft anstreben als „extremistisch“ anzusehen. Danach wäre uns selbst eine Zusammenarbeit mit der SPD oder der LINKEN untersagt. Die intransparente Kategorisierung von Initiativen, die sich gegen Rechts engagieren, werden wir nicht mit einer unsolidarischen „Gesinnungsprüfung“ unterstützen. Die Aufforderung an uns, unsere Kooperationspartner_innen auszuleuchten, erinnert eher an Methoden der Stasi und nicht an die Grundlagen einer Demokratie. Uns stellt sich die Frage, warum die nominierten Initiativen nicht unterschreiben sollten, dass sie sich den Menschenrechten verpflichtet fühlen und dass sie humanistische Grundsätze teilen. Da dem nicht so ist, muss angenommen werden, dass dies den Initiator_innen des Sächsischen Demokratiepreises nicht wichtig ist. Die Zustände in den Heimen für Asylsuchende untermauern diese Vermutung. Stattdessen wurden wir als antirassistische Initiative aufgefordert, die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl (Art. 16a GG) gut zu heißen, indem wir uns den Zielen des Grundgesetzes kritiklos verpflichten. Seit neun Jahren arbeiten wir ehrenamtlich in der Region in Pirna für Menschenrechte und gegen rechtes Gedankengut. Bei mehr als 30 Veranstaltungen im Jahr leisten wir unseren Beitrag zur Demokratieentwicklung im ländlichen Raum. Für unser Engagement wurden wir angefeindet und Mitglieder unseres Vereins erfuhren Bedrohungen, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen durch Brandanschläge. Unsere vielfältigen Projekte haben die Jury dazu bewogen uns für den Sächsischen Demokratiepreis 2010 zu nominieren. Darüber haben wir uns sehr gefreut, war es doch eine Bestätigung unserer bisherigen Arbeit. Wir stehen für Menschenrechte, Chancengleichheit und Antirassismus. Für diese Ziele werden wir uns auch in Zukunft gemeinsam mit allen, die unsere Grundsätze teilen, einsetzen. Deshalb lehnen wir diesen Preis ab, der uns viel bedeutet und unsere Arbeit gewürdigt hätte! AKuBiZ e.V. Pirna, 09.11.2010 Dresden

More Stuff: http://ablehnung.blogsport.de.


35 Kommentare


Samstag 30. 10. 2010
Homepage

Pressespiegel
von Roter_Poebelz

Liebe Interessierte, liebe Freundinnen und Freunde,

ab sofort findet ihr auf der linken Seite einen neuen Menüpunkt mit dem Namen "Pressespiegel".
Dort findet ihr zukünftig alle Presseartikel zur Bunten Platte, oder in denen die Bunte Platte erwähnt wird. Außerdem werden wir hier zusätzlich nochmals unsere Pressemitteilungen veröffentlichen.

Aber auch Radio-Interview-Streams werdet ihr hier zukünftig vorfinden. Wir wollen dies zur besseren Öffentlichkeitsarbeit unseres Vereins nutzen und so auch transparenter für euch zu werden.

Wir wünschen euch viel Spaß beim lesen und hören.

Eure Bunte-Platte-Crew
33 Kommentare


Montag 18. 10. 2010
AJZ


Liebe Interessierte, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Ünterstützerinnen und Unterstützer,

es hatte sich in den letzten Monaten bereits abgezeichnet und nun ist die schwere Entscheidung im Bunte Platte e.V. endgültig gefallen.
Trotz des unglaublich erfolgreichen Bunte-Platte-Cup-2010 und der in dessen Vorfeld stattgefundenen "Antirassismuswoche Grünau" blieb den AkteurInnen sowie dem Vereinsvorstand nichts anderes übrig, als die Schließung des AJZ Bunte Platte zu planen.

Diese Entscheidung ist uns freilich nicht leicht gefallen, ist aber Konsequenz der schwierigen Wochen und Monate, die nun hinter uns liegen.

Zum Jahresende werden die Türen des AJZ also geschlossen bleiben und nicht mehr öffnen. Genauere Gründe und umfangreichere Informationen könnt ihr in der unten aufgeführeten Pressemitteilung nachlesen.

Wir bitten jetzt um euer Verständnis und hoffen, einer weiteren, gemeinsamen Arbeit im Stadtteil nichts entgegen steht, zumahl der Bunte Platte e.V. weiterhin in Grünau ansässig bleiben und seine Arbeit hierauf weiter konzentrieren wird.

Bunte Platte e.V.


"Pressemitteilung

Bunte Platte e.V. beendet zum 31.12.2010 Freiraumprojekt „AJZ Bunte Platte“ in Grünau

Das AJZ Bunte Platte wird zum Jahresende 2010 schließen. Die InitiatorInnen und BetreiberInnen des selbstorganisierten Projektes haben sich diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Schließlich ging es dem Verein Bunte Platte mit der Eröffnung am 1.8.2009 darum, ein alternatives Jugend- und Kulturzentrum, ein Zentrum für demokratische Kultur, zu schaffen.
Nach über einem Jahr des Betreibens des AJZ Bunte Platte ist jedoch die Erkenntnis gereift, dass die Arbeit und damit das Aufrechterhalten des AJZ in der Pfaffensteinstraße für uns unmöglich geworden ist.
Ein kurzer Rückblick: Die bis November 2007 genutzten Räumlichkeiten nahe des Kulkwitzer Sees waren vom Vermieter gekündigt worden, da das Haus mehrfach Zielscheibe neonazistischer Angriffe geworden war. Mit hohem Krafteinsatz wurde nach einer neuen Räumlichkeit gesucht. Dabei mussten jedoch mehrere Rückschläge in Kauf genommen werden. Im Februar 2009 entschied der Stadtrat zu Leipzig den städtischen Jugendtreff Olympic zu schließen und die Räumlichkeit in die Hände des Bunte Platte e.V. zu geben. Rückblickend ist die Erkenntnis gereift, dass das Angebot der Stadt Leipzig viel zu spät kam. Ohne einen festen Ort, der Möglichkeiten zur selbstbestimmten Gestaltung von Angeboten und für soziale Zusammenkünfte bot, wurde die Gruppe brüchig. Für viele bestand kein Sinn mehr in Grünau wohnen zu bleiben.
Nichts desto trotz nahmen die verbliebenen AkteurInnen das Angebot der Stadt, die Räumlichkeiten des alten „Olympic“ zu nutzen, gern an.
Im ersten halben Jahr zahlte der Bunte Platte e.V. die monatliche Miete in Höhe von über 1000€ selbständig. Dies führte den Verein schnell an den Rand seiner finanziellen Möglichkeiten. Darüber hinaus stellte sich schnell heraus, dass das ehrenamtliche
Betreiben des AJZ die Kräfte der wenigen Aktiven übersteigt.
Aus den vielen Jugendlichen, die sich in der Bunten Platte engagier(t)en wurden seit dem Verlust des Objektes am See junge Erwachsene, die berufstätig sind und teilweise Familien gegründet haben. Individuelle Ressourcen für die sehr anspruchsvolle Arbeit im AJZ waren dadurch weniger vorhanden.
Ohne eine bezahlte Personalstelle, die sich um Öffnungszeiten und tagtäglich anfallende Aufgaben kümmert, ist für uns das Betreiben eines Jugendzentrums nicht möglich. Die Aussichten auf solch eine Stelle waren jedoch von Anfang an sehr schlecht und ein erneuter, zäher politischer Kampf darum hätte trotz zahlreicher UnterstützerInnen erneut Kraft gekostet, die nicht mehr zu bündeln war.
Vor diesem Hintergrund und der schwer erreichbaren Lage des AJZ (am äußersten Rand der Stadt) ist es nicht gelungen, neue Jugendliche in die Arbeit einzubinden und das Angebot eines alternativen Freiraumes, in dem nicht-rechte Jugendliche ihre Freizeit verbringen und selbstbestimmt kreativ gestalten können, ausreichend zu popularisieren.
An alternativen Projekten, wie sie gerade ihre Blütezeit in Leipzig-Plagwitz haben, mangelt es nach wie vor in Grünau. Seit Ende der neunziger Jahre hat sich jedoch in Grünau einiges bewegt. So stehen die Offenen Freizeittreffs allen nicht-rechten Jugendlichen offen und werden auch durch diese genutzt.
Die Idee eines selbstorganisierten Freiraumes für alternative und demokratische (Jugend-) Kultur wird durch die Bunten Platte Aktiven und deren FreundInnen weiterhin nachdrücklich unterstützt. Solche Räume bieten die Möglichkeiten Kritikfähigkeit, Selbstbestimmung und Kreativität auszubilden, jenseits wirtschaftlicher Interessen sowie jenseits politischer Beliebigkeit. Sie sind und bleiben zentrale Möglichkeiten neonazistischen Jugendbewegungen vorzubeugen und stattdessen soziales, antifaschistisches Engagement und gegenseitiges Interesse zu fördern. Das Betreiben solcher Räume benötigt allerdings ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen.
Die Schließung des AJZ Bunte Platte ermöglicht uns, unsere knapper gewordene Zeit in andere Projekte zu investieren. Wir werden weiterhin im Stadtteil tätig bleiben. So soll unter anderem auch 2011 wieder zum "Bunte Platte Cup" gegen Rassismus und Diskriminierung gekickt werden. Die Internetpräsenz des Vereins wird weiterhin bestehen bleiben ebenso wie wir neue Aktionen, Events und politische Diskussionen anregen werden.
Engagierte und Interessierte, die mit uns gemeinsam aktiv werden wollen, können uns über Email (die auch auf der Homepage zu finden ist) kontaktieren .
Der Bunte Platte e.V. dankt last but not least allen, die sich in den vergangenen Jahren für das Projekt Alternatives Jugendzentrum eingesetzt haben. Wir wissen, dass wir mit unserer Entscheidung auch Enttäuschung auslösen. Wir sind als Gruppe und Bunte Platte e.V. weiterhin ansprechbar, stehen für individuelle Gespräche bereit und benötigen bei der fortlaufenden Tätigkeit auch weiterhin Unterstützung.

Marcus Freimann
Vorsitzender des Bunte Platte e.V."

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Samstag 25. 09. 2010
AJZ

Zur Situation
von Roter_Poebelz

Nach dem wirklich unglaublichen Erfolg des diesjährigen Bunte-Platte-Cup, dessen sportlicher Teil ebenso wie der bildungstechnische im Rahmen der vorangegangenen Antirassismuswoche, sowie der kulturelle, jede Menge Menschen, alt wie jung aus Grünau und ganz Leipzig ins AJZ Bunte Platte lockten, hat sich die aktuelle Situation weniger positiv für uns entwickelt.

Unsere Ressourcen mussten wir seit dem 07.08.2010 komplett neu definieren und und mit den weiteren Aufgaben in Einklang bringen. Das funktioniert natürlich, auch wenn dadurch einige Aufgaben weniger Priorität erhalten.
Warum darunter ausgerechnet die Homepagebetreuung fällt hat ganz eindeutige Gründe, welche wir an dieser Steller jedoch erst später öffentlich machen wollen.

Gesagt sein soll damit, dass wir eine intensive Betreuung dieser Seite zur Zeit nicht gewährleisten können. Es werden lediglich allgemeine Infos und weitere Verweise hier erscheinen, aber von einer klaren Präsentation des AJZ und seiner weiteren Arbeit kann hier nicht mehr gesprochen werden.

Wir bitten um euer Verständnis und geben euch gern die Möglichkeit, uns über folgende Email-Adresse zu kontaktieren:

ajz_bunte_platte@yahoo.de />
Sobald sich etwas zur Situation ändert, werden wir euch hier darüber informieren! Dies haben wir uns so zur Aufgabe gemacht.
38 Kommentare




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